Zukünftige Rentner sind schockiert!!

Deutschlands oberste Finanzrichter halten die Art, wie Millionen Ruheständler besteuert werden, für falsch. In etlichen Fällen könnte es künftig zu einer Doppelbesteuerung kommen. Zwei Klagen von Rentnern wiesen die Richter allerdings ab.



Jeden Monat zahlt der Großteil der Menschen in Deutschland in die Rentenkasse ein.

Ein Anteil ihres versteuerten Einkommens wird ihnen dabei abgeführt.

Im Rentenalter muss die Rente zusätzlich versteuert werden.

2021 beträgt der Anteil der Rente, der versteuert werden muss, 81%.

Nach dem Alterseinkünftegesetz steigt der Besteuerungsanteil ab 2020 jährlich um 1%, sodass 2040 die 100%ige Versteuerung erreicht ist.


Anders als vom Finanzministerium bisher behauptet, könnte es künftig in etlichen Fällen zur Doppelbesteuerung kommen, die das Bundesverfassungsgericht verboten hat.


Zur Beantwortung der Frage, ob eine doppelte Besteuerung von Renten vorliegt, wurden bisher bereits zwei Zahlen miteinander verglichen, erklärt das Bundesfinanzministerium. Auf der einen Seite die Einzahlungen in die Rentenkasse, die aus dem bereits versteuerten Einkommen erfolgt sind. Und auf der anderen Seite der Teil der Rente, der steuerfrei ausgezahlt wird. Dabei wird die jährliche Rentenzahlung mit der statistischen Lebenserwartung multipliziert, um die beiden Summen vergleichen zu können. Daraus ergibt sich der sogenannte Rentenfreibetrag. Dabei handelt es sich um einen fixen Betrag, der einmalig festgesetzt wird.



Ist dieser Rentenfreibetrag höher als die Summe aller Beiträge, die aus dem versteuerten Einkommen während des Erwerbslebens eingezahlt wurden, liegt keine Doppelbesteuerung vor. Liegt die steuerfrei ausgezahlte Rente in Summe jedoch niedriger als die eingezahlten Beiträge aus dem versteuerten Einkommen, ist eine doppelte Besteuerung gegeben.


Der Bundesfinanzhof (BFH) hat ein wegweisendes Urteil zur Rentenbesteuerung gesprochen: Darin legen Deutschlands oberste Finanzrichter erstmals Regeln fest, nach denen zu ermitteln ist, ob Rentner in verfassungswidriger Weise doppelt besteuert werden. Mit ihren Vorgaben stellen die Münchner Richter das bisherige Vorgehen des Bundesfinanzministeriums infrage, das demnach vielfach zuungunsten der Ruheständler und zum Vorteil für den Staat ausfällt - vor allem im Fall künftiger Rentner.


Das bedeutet zur Doppelbesteuerung kommt es, wenn man während des Erwerbslebens mehr Rentenbeiträge aus versteuertem Einkommen gezahlt hat, als man später als steuerfreie Rente herausbekommt. Dies hatte das Bundesverfassungsgericht 2002 ausdrücklich verboten.


Zum "steuerfreien Rentenzufluss" addiert das Bundesfinanzministerium bisher drei Größen: den je nach Jahr des Renteneintritts absinkenden sogenannten Rentenfreibetrag, den Grundfreibetrag und die Beiträge der Rentner zu Kranken- und Pflegekasse. Das aber, so entschied nun der BFH, sei so nicht rechtens: Bei der Ermittlung des steuerfreien Rentenzuflusses dürfe ausschließlich der Rentenfreibetrag zugrunde gelegt werden. "Aus der von uns vorgelegten Berechnungsformel ergibt sich: das künftige Rentnerjahrgänge in mehr Fällen von der doppelten Besteuerung betroffen sein werden, als die Finanzverwaltung meint", sagte die Vorsitzende Richterin des zehnten BFH-Senats, Jutta Förster.



Kann man sich so etwas überhaupt vorstellen, dass die Gesetze zugunsten des Staates und zuungunsten der Rentner gemacht wurden?

Wenn man sich nur einmal zusammenrechnet, wie oft wir mehrfach besteuert werden, dann sollte es das Mindeste sein, dass Rentner nicht auch zusätzlich besteuert werden.

Nachdem das Gehalt oder die Rente versteuert wurde, kommen viele weitere Steuern, die man im Alltag zusätzlich abführen muss wie beispielsweise:

Mehrwertsteuer,

Tabaksteuer,

Energiesteuer,

CO2 Steuer,

Alkoholsteuer,

Erbschaftssteuer,

Grundsteuer,

Kraftfahrzeugsteuer und viele weitere Steuerarten.


Also wird bei der Rente nun auf eine Doppelbesteuerung geprüft und dabei die bereits versteuerten Rentenbeiträge dem Rentenfreibetrag gegenübergestellt - obwohl wir die ganze Zeit mehrfachbesteuert werden, worüber niemand sprechen möchte?



Was sind nun die wahren Probleme der Besteuerung?



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