USA: Kündigungswelle in Rekordhöhen

Amerikaner nehmen weniger neue Jobs an und kündigen stattdessen mehr? Was ist hier los und wo führt das hin?


Die US-Amerikaner haben im August in rekordverdächtigem Tempo ihre Arbeitsstellen gekündigt. Wie die US-Regierung Mitte des Monats mitteilte, reichten fast drei Prozent ihre Kündigung ein. Die Zahl der Kündigungen stieg im August auf 4,3 Millionen, das sind 242.000 mehr als im Juli. Die Kündigungsrate stieg auf einen neuen Höchststand von 2,9 Prozent. Im Vergleich dazu haben die Arbeitgeber im August 1,3 Millionen Arbeitnehmer entlassen.

Das sei der höchste Stand seit Dezember 2000.

Im Beherbergungs- und Gaststättengewerbe kündigten 157.000 Menschen, während 26.000 im Großhandel ihren Job abgaben. Im staatlichen und kommunalen Bildungswesen gab es 25.000 Abgänge.



Dadurch erreicht auch die Zahl der offenen Stellen einen Rekordwert: Die Zahl der offenen Stellen sank auf 10,4 Millionen, nachdem sie im Vormonat ein Rekordhoch von 11,1 Millionen erreicht hatte.

Die Wirtschaft hat im September nur 194.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das ist der geringste monatliche Zuwachs in diesem Jahr.

51% der Kleinunternehmer gaben an, dass sie die offenen Stellen im September nicht besetzen konnten.

Trotz zahlreicher Anreize wie höhere Gehälter oder Prämien blieben die Erfolge leider aus.


Gerade in Zeiten mit erhöhter Inflationsrate, die in den USA im September einen Wert von 5,4% erreichte, wirken sich solche Entwicklungen positiv auf eine steigende Inflation aus.

Da die von der Regierung durchgesetzten Maßnahmen die gesamte Wirtschaft geschwächt haben und viele Amerikaner arbeitslos geworden sind, gab es immer wieder verlängerte Arbeitslosengelder. Zusätzlich gibt es immer mehr Zwänge, die die Arbeitnehmer vor die Wahl stellen - Job oder Injektion. Auch dadurch haben immer mehr Menschen ihren Job aufgeben müssen. Dazu kommt die Angst vor dem Virus oder mangelnde Kinderbetreuung sind wichtige Faktoren bei den Entscheidungen der Amerikaner.


Unsere Tagesschau schreibt hierzu:

"Die US-Wirtschaft hat im August 235.000 Arbeitsplätze geschaffen. Erwartet worden waren mehr als dreimal so viele neue Stellen."


Aber was wird dagegen unternommen? Wenn die Anreize der Unternehmer nicht wirken, die Inflationsrate immer höher klettert und sich die Wirtschaft kaum erholt?



Wie wir es auch bei den Maßnahmen gesehen haben, mischt sich auch in diesem Fall die Regierung ein.

Sonderregeln für Arbeitslosengeld und Zuschläge liefen im September in den USA aus. Dadurch verlieren Millionen Bürger ihre Unterstützung und stehen vor der Wahl: kein Geld oder einen Job suchen.


Hierzu schreibt die Tagesschau die offiziellen Zahlen:

"Etwa sieben Millionen arbeitslose US-Amerikaner verlieren heute ihre gesamte Unterstützung. Für weitere drei Millionen fällt der Corona-Zuschlag weg, den es seit 18 Monaten gibt. Ausgerechnet am amerikanischen Tag der Arbeit laufen gleich mehrere Programme des Billionen schweren Konjunkturpakets aus."


Man kann nun fragen: "Was gäbe es für eine andere Lösung?" oder manche würden sogar sehr kritisch sagen: "Die Arbeitslosen können sich nicht ewig im Genuss des Arbeitslosengeldes ausruhen."

Schauen wir uns die Situation ganz objektiv an:

Amerikaner haben keine regelmäßige Arbeitsgeldunterstützung wie wir es in Deutschland haben.

Die Amerikaner hatten ihre Jobs und ihr geregeltes Leben.

Nun kam die medial verbreitete Virus-Panik und die anschließenden Maßnahmen von Regierungen, die die Wirtschaft lahm legte. Zahlreiche Amerikaner verloren ihre Jobs und wurden von Arbeitsgeldzahlungen netterweise aufgefangen, um eine komplette Katastrophe zu verhindern. Durch die zahlreichen Unterstützungen haben sie in manchen Fällen mehr Geld gehabt als in der Zeit als sie gearbeitet haben. Nun entscheiden sich Amerikaner, weil sie ständig in Angst gehalten werden oder Entscheidungs-Zwängen ausgeliefert werden, dagegen wieder arbeiten zu gehen.

Das Ende vom Lied: Unterstützungen fallen weg.



Und was lernen wir wieder daraus:

Das System lässt dir keine Ruhe. Ein permanentes Hamsterrad, aus dem man sehr schwer oder kaum entkommen kann. Und was dir die eine Hand gibt, wird dir von der anderen Hand wieder genommen.

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