Ukraine reguliert Kryptos

Der Kryptowährungsmarkt in der Ukraine soll zukünftig reguliert werden.



Die ukrainische Regierung verabschiedetet ein Gesetz über "Virtuelle Vermögenswerte".

Das Gesetz stellt klar, wie Einzelpersonen und Unternehmen, die digitale Währungen verwenden, angemessen geschützt werden können, und legt auch fest, wie die Ukraine den Kryptowährungsmarkt künftig regulieren wird.


Für Ukraine waren Kryptowährungen eine Art Grauzone, da sie ohne Gesetze, um sie zu definieren, weder legal noch illegal waren, was bedeutet, dass die Ukrainer sie kaufen, handeln und umtauschen konnten. Es gab jedoch keinen Schutz vor lokalen Gerichten, wenn etwas schief ging.

Trotzdem wurden die Ukrainer in den Blockchain-Daten des Chainalysis 2020 Geography of Cryptocurrency Reports im September 2020 als die weltweit führenden Nutzer von Kryptowährungen eingestuft, dicht gefolgt von Russland.

Zwischen Juli 2019 und Juni 2020 hatte die Ukraine laut den Daten 8,2 Milliarden US-Dollar überwiesen und 8 Milliarden US-Dollar in digitaler Währung erhalten.


Das ukrainische Parlament wird voraussichtlich eine Reihe von Gesetzen verabschieden und sein Steuer- und Zivilgesetzbuch ändern, bevor es den Kryptowährungsmarkt bis 2022 für Unternehmen und Investoren öffnen kann, sagte ein Sprecher des Ministeriums für digitale Transformation.



El Salvador beispielsweise hat diesen Schritt bereits früher veranlasst und die Kryptowährung Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel verkündet.

Der Gesetzgeber des zentralamerikanischen Landes hat im Juni ein Gesetz verabschiedet, das Bitcoin neben dem US-Dollar zum gesetzlichen Zahlungsmittel macht, in der Hoffnung, dass dies die finanzielle Inklusion in El Salvador fördern wird, wo rund 70 Prozent der Bürger keinen Zugang zu traditionellen Finanzdienstleistungen haben.

Das Gesetz trat am 7. September in Kraft und verlangt von Unternehmen, Bitcoin-Zahlungen für Transaktionen zu akzeptieren, während Salvadorianer die digitale Währung für Steuerzahlungen verwenden können.

Obwohl die Dinge einen etwas volatilen Start hatten, schrieb der Präsident des Landes, Nayib Bukele, am Montag auf Twitter, dass El Salvador gerade weitere 200 Bitcoin gekauft habe, was den Besitz des Landes auf 400 erhöht habe, was zu aktuellen Preisen rund 20,5 Millionen US-Dollar wert ist.


Auf der einen Seite gibt es Länder wie China, Iran oder die Türkei, die mehr und mehr versuchen den Kryptomarkt zu verbieten, Rechenzentren zu schließen und den Handel zu erschweren - dann gibt es noch Länder wie Deutschland, wo darüber diskutiert wird, wie man zukünftig oder sogar rückwirkend Kryptos besteuern kann oder die EU, die die Kryptos stärker regulieren wollen (sie begründen es wie immer mit Geldwäscheproblemen) - und auf der anderen Seite gibt es Länder, die den Kryptos sehr positiv entgegenstehen wie El Salvador oder Paraguay.


Worin man sich immer sicher sein kann, sobald es neue Zahlungsmittel wie beispielsweise damals den Bitcoin gibt, werden sich selbsternannte Verantwortliche darum kümmern, es regulieren, es kontrollieren und überwachen.

Wir sehen es am Beispiel Ukraine, die kaum etwas im Land geregelt bekommen,

wo die Steuern größtenteils nicht eingetrieben werden können,

die innere Unruhen seit vielen Jahren haben,

die eine hohe Armutsgrenze haben und

grundsätzlich viele finanzielle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme haben

- und trotzdem erst einmal das für sie viel wichtigere "Problem" der Kryptos angehen und somit regulieren möchten.


Inwieweit es sich bei uns weiter entwickeln wird, wird sich in Zukunft zeigen.



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