Mittelschicht wurde endlich eingesaugt - das manipulierte Casino

Es stellt sich immer wieder die Frage "Wie lange kann das Spiel des ewigen Geldgedruckes weitergehen?"

Vor allem dient es wirklich dem Zweck die Wirtschaft anzukurbeln, den Menschen zu helfen und die Arbeitslosenquote zu verringern?

Oder dient es laut mancher Theorien der Vermögensanreicherung der bereits vermögendsten Menschen der Welt und deren Machtkonzentration.



In Deutschland besitzen 45 Familien so viel wie ungefähr die Hälfte der gesamten deutschen Bevölkerung.

Ein Maß zur Vermessung von weltweiter Vermögensungleichheit ist der Gini-Koeffizient. Je höher sein Wert, desto ungleicher sind die Vermögen verteilt.

Vor dem Jahr 2019 lag der Koeffizient in Deutschland bei 0,76% und im Jahr 2020 bereits bei 0,83%, was einen sehr hohen Wert darstellt, sodass man davon ausgehen kann, dass das Vermögen sehr ungerecht aufgeteilt wird.


Laut Wikipedia wird die weltweite Verteilung folgendermaßen beschrieben:

Die reichsten 0,001 %, etwa 90 000 Personen, besitzen etwa 30 % des Finanzvermögens.

Die zweiten 0,01 %, etwa 800 000 Personen, besitzen weitere 19 %.

Die dritten 0,1 %, 8 Millionen Personen besitzen weitere 32 %.

99,9 % der Menschen, über 6 Milliarden Personen, teilen sich die restlichen 19 %.


In den USA sind es laut Aussagen von Ernst Wolff 3 Einzelpersonen, die so viel besitzen wie ungefähr die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung (Jeff Bezos, Bill Gates und Warren Buffett).


In den USA wuchs das Einkommen der oberen 0,1% 15-mal schneller als das Einkommen der unteren 90%.

Wir sehen die Ausweitung der Geldmenge der US-amerikanischen Zentralbank FED genau zu den Zeiten, bei denen das Vermögen der Top 0,1% und der Top 1% zurückgeht.

Das Vermögen der restlichen 90% bewegt sich kaum und verhältnismäßig gar nicht.

Liegt das daran, dass die Geldausweitung nicht zum Vorteil der Mehrheit dient?



Laut der Federal Reserve besitzen die oberen 10% 2,5 Mal mehr Vermögen als die Mittelschicht (51% bis 90%) und das 34-fache des Wohlstands der unteren 50%.

Eines steht jedoch fest - noch nie in der Geschichte haben so wenige Menschen so viel besessen wie jetzt.


Wir sehen zahlreich in der Vergangenheit wie die größten Investoren und Mitspieler am Finanzmarkt gestützt, gerettet und aufgefangen werden.

In einem Finanzsystem, das darauf ausgelegt ist, die größten und aggressivsten Spekulanten zu belohnen, ist die Vermeidung von Risiken irrational, da alle von der Wirtschaft erzielten Gewinne eher den größten und aggressivsten Spekulanten als den produktivsten Arbeitern oder Unternehmen zugute kommen.

Wir sehen jedoch auch bei den Normalbürgern wie momentan die Sparer und diejenigen, die ihr Geld nicht anlegen möchten, zu den ersten Verlierern zählen, da ihnen durch Negativzinsen und eine hohe Inflation das Ersparte nach und nach weggenommen wird.

Dagegen bedienen sich die Großinvestoren am billigen Geld, um mit noch höheren Hebeln zu spekulieren. Denn was kann schon geschehen, wenn sie sich verspekulieren? Sie werden mit Steuergeldern aufgefangen.

Die Wetten werden immer riskanter bis es wieder zu einem Zusammenbruch führt und zahlreichen Menschen die Gelder entziehen.



Der Unterschied bei den vielen Privatanlegern, die nun ebenfalls riskante Wetten am Finanzmarkt eingehen, ist, dass diese bewusst alles verlieren sollen und am Ende nicht gerettet werden.


Einige Faktoren deuten darauf hin, dass das momentane Spiel am Finanzmarkt mehr und mehr Menschen in ihren Bann zieht.

Beispielsweise kann man dieses Phänomen an den Höchstständen bei den Margenschulden finden. Kleinanleger hebeln ihre Einsätze so hoch wie noch nie.

Rekordzuflüsse in Aktien sind ein weiterer Beweis dafür, dass die Mittelklasse in das manipulierte Casino hineingezogen wird.

Die globalen Aktienflüsse betrugen laut der Bank of America in den letzten 12 Jahren um die 452 Milliarden US-Dollar und in den letzten 5 Monaten 569 Milliarden US-Dollar.

Die Menschen bekommen den Eindruck, dass sie mitspielen dürfen und sich ebenfalls bereichern dürfen.


Wozu sollen die Menschen hierbei mitmachen?

Wie ich bereits einmal erklärt habe, ist es für Großinvestoren schwierig sehr große Geldmengen in kurzer Zeit zu bewegen. Beispielsweise spielt für einen Handel am Aktienmarkt das Handelsvolumen eine entscheidende Rolle.

Eine Aktie wird täglich zu einem bestimmten Volumen gehandelt, sodass man zunächst genug Abnehmer finden muss, die einem seinen Bestand abkaufen müssen. Oder genug Verkäufer finden, die einem die bestimmten Aktien verkaufen.

Wenn nun wie momentan die Spekulationslust bei den Menschen eingesetzt hat, sie ihr Erspartes, ihre Goldreserven und vieles mehr eintauschen, um zu zocken - dann steigt das Handelsvolumen und die Großinvestoren verdienen viel mehr Geld.

Denn wo jemand Geld gewinnt, da verliert ein anderer und in diesem Fall sowie auch immer in der Vergangenheit wird das die Mittelklasse sein.



Das soll einen nicht davon abhalten sein Geld zu investieren - nur, ob man gegen die großen Haie spekulieren möchte und glaubt, dass die Mittelklasse dabei der Gewinner sein wird, der irrt.

Wenn man es klug anstellt, kann man in der heutigen Zeit sein Vermögen schneller als je zuvor vermehren. Nur wird für viele der Drang nach dem schnellen Reichtum nach hinten losgehen.


Man sollte sich nur die Frage stellen - setze ich auf permanente Wachstumswerte oder setze ich auf Value-Kandidaten, die einen Wert dahinter haben - sodass der Kaufpreis angemessen sein könnte.


Wir müssen uns nur merken, dass das, was gerade in Form von Bereicherung des Einen und der große Verlust des Anderen passiert, genau so geschehen soll.

Der Mittelstand wird eingesaugt und hineingezogen und viele merken es nicht einmal.


Der Beitrag "Die Mittelschicht endlich eingesaugt" - Finanzen