Kanzlerkandidatin der Herzen

Die Kanzlerkandidatin der Herzen wirbt mit mehr Abgaben und es hagelt Beifall - die Medien stürzen sich auf Oberflächlichkeiten und die Mengen "buht".



Nach 16 Jahren von Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt gilt das Jahr 2021 als Superwahljahr, da die Amtsinhaberin nicht mehr zur Wahl steht. Dagegen stellen sich folgende neue Kanzlerkandidaten 2021 auf: Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD).

In den USA nennt man es Horse Race Journalism. Der Begriff meint, dass Medien auf den Wahlkampf schauen, als wäre es ein Pferderennen. Wer liegt vorn? Wer holt auf? Wer zieht an wem vorbei? Dabei geht es nicht mehr um die Inhalte oder Sachthemen, sondern wer macht einen Fehler und wer fliegt aus dem Rennen.


Wer es mal schafft eine Bundestagssitzung oder eine Pressekonferenz ganz anzuschauen - hier muss man wirklich hart im Nehmen sein - der erkennt, dass auf die wirklich wichtigen Dinge nie eingegangen wird.


Bei der Kanzlerkandidatin der Herzen Frau Baerbock haben die Journalisten vieles zu kritisieren, was erstaunlicherweise den Zuspruch sinken lässt.

Juristin oder eher doch nicht?

Den Lebenslauf etwas aufgewertet?

Nicht immer sehr verständliche Ausdrucksweise?

Fluchen nach einer Rede?



Aber wusste man viele dieser Eigenschaften nicht schon vorher und sollte sich der Zuspruch der Menschen nicht nach den Zielen und vermeintlichen Plänen der Partei richten und nicht nach der Bewertung der Medien hin und her pendeln?


Die große Richtung der Grünen wie sie es auf ihrer Website schreiben:

"Wir schaffen klimagerechten Wohlstand." Dabei möchten sie Geringverdiener entlasten und Normal- bis Gutverdiener eher belasten.


Ein kleiner Auszug aus dem Wahlprogramm der Grünen "Deutschland. Alles ist drin":

Anstatt Hartz 4 soll es eine Garantiesicherung geben,

CO2 Preise sollen erhöht werden,

ein schnellerer Kohleausstieg wird angestrebt,

es soll bis 2030 nur noch emissionsfreie Autos geben,

ein Tempolimit,

keine Kurzstreckenflüge,

die Erhöhung des Mindestlohns,

die Erhöhung des Spitzensteuersatzes,

sie wollen mehr Schulden,

aber keinesfalls Steuererleichterungen,

sie befürworten bewaffnete Drohnen,

sie wollen Vermögensabgaben einführen

und vieles mehr...

Also kurz zusammengefasst - auf der einen Seite mehr Schulden und auf der anderen Seite mehr Steuern und Abgaben?

Höhere Mindestlöhne während auf der anderen Seite Geld tonnenweise gedruckt wird?


Es ist schon immer faszinierend wie sich die Gesellschaft entwickelt.



Etwas, dass sich wohl nie ändern wird ist das Schimpfen über die Politik.

Politiker versprechen in ihren Wahlkämpfen viel, die Menschen geben guten Gewissens ihre Stimme am Wahltag ab und die Politiker halten sich nicht mehr daran.


Aber etwas hat sich doch geändert.

Die Kandidaten sagen ganz ehrlich, dass die Steuern und Abgaben erhöht werden und zahlreiche Menschen feiern es.

Aber warum?

Weil ihnen anscheinend die Umwelt wichtig ist?


Ein Mensch, der drei Autos in der Garage hat, täglich billiges Fleisch ist, sich an fern importierten Lebensmitteln erfreut, alles am besten geschält und in Plastik vakuumiert haben will und gerne wöchentlich fliegt - hat ein reines Gewissen, weil er durch die Mehrabgaben nun etwas für die Umwelt tut?

Ein Mensch, der sich lieber bevormunden und einsperren lässt, damit er umweltfreundlich lebt?

Ein Mensch, der sich durch die mediale Präsenz die Wichtigkeit der Umwelt einreden lässt, obwohl er niemals annähernd auf etwas verzichten wollen würde?


Aber er wählt für eine höhere Steuer und damit ist doch jetzt alles gut?


Ich rede letztens mit einem Bekannten und er sagt: "Wir können auf nichts selbst verzichten und ich würde auch alles so weiter machen - außer ich werde dazu gezwungen und das finde ich auch gut so, damit wir nachhaltiger leben!"



Ist das unsere Gesellschaft?

Dann wird das wohl auch die zukünftige Politikrichtung sein.

Erhöhe die Abgaben, grenze die Freiheit ein, bevormunde ihre Taten und sie werden nach mehr rufen und applaudieren.


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