Hochwasserkatastrophe in Deutschland

Das Hochwasser in Westdeutschland richtet weiterhin enorme Zerstörungen an. In den vergangenen Tagen gab es bereits mindestens 140 Tote. Besonders betroffen sind die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, in denen das Hochwasser ganze Landstriche verwüstete.

Drei Tage, nachdem die Flüsse über die Ufer getreten sind, zeigt sich das Ausmaß der Zerstörung in vielen Städten erst richtig.

Überschwemmungen mit Starkregen und Unwetter sorgten für zahlreiche Katastrophen.


Aber nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder wie die Schweiz, Belgien und Österreich sind betroffen.


Besonders betroffen von dem Hochwasser in Deutschland sind die Eifel und der Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, aber auch das in NRW liegende Oberbergische Land mit den Städten Wuppertal und Hagen.

Die Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) löste einen militärischen Katastrophenalarm aufgrund der Ereignisse aus.


In Rheinland-Pfalz ist der Kreis Ahrweiler Schwerpunkt der Katastrophe. Allein im Dorf Schuld an der Ahr mit 700 Einwohnern wurden mehrere Häuser von den Wassermassen mitgerissen, zahlreiche weitere Gebäude teils schwer beschädigt.


Nun schalten sich wieder viele vermeintliche Experten ein und deuten mit dem Finger auf den Klimawandel. Was könnte hier noch dahinter stecken?


"Das Elend übersteigt jeden Begriff", schreibt ein Zeitzeuge mit dem Blick auf die immensen Zerstörungen und die 52 Hochwassertoten alleine im Kreis Ahrweiler am 13. Juni 1910.


Moment mal! 1910? Ist diese Region prinzipiell vorbelastet bzw. anfälliger für Hochwasser?



Alle Jahre wieder gibt es Hochwasser an der Ahr. Damit lebt die Bevölkerung dort und hat die Lage meist relativ entspannt im Griff.

Jedoch gibt es dort auch die Jahrhunderthochwasser, die die ganze Region an den Rand des Abgrunds bringen.


So am 13. Juni 1910.

Schon damals war die Bevölkerung von dem plötzlichen und unerwartet rasanten Anstieg des Flusspegels überrascht.


Noch außergewöhnlicher war die Jahrhundertflut vom 21. Juni 1804. Die Wassermassen sollen 1804 noch einmal um über 100% über dem Jahrhunderthochwasser von 1910 gelegen haben – so arbeitet es der Geograph Thomas Roggenkamp 2012 in seiner Diplomarbeit „Rekonstruktion historischer Hochwasser der Ahr“ heraus.


1804, 1910 und jetzt 2021 haben vieles gemeinsam.

Einen großen Unterschied gibt es jedoch:

1804 und 1910 wurde es nicht als Folge des Klimawandels deklariert - heute ist das Hochwasser an der Ahr laut Medien und Politik „ganz klar“ eine Konsequenz des Klimawandels ist.


Dennoch stellen sich Politiker - vor allem im Hinblick auf die bevorstehende Wahl - hin und werben mit grüneren Maßnahmen, Klimaschutz, CO2 Senkungen, usw.

Obwohl sie wissen müssten, dass die Natur viele Fassetten hat und die betroffenen Menschen gerade andere Probleme haben als über neue CO2 Abgaben nachzudenken, wird jedes Ereignis genutzt, um den eigenen Zielen näher zu kommen.

Worüber sich jedoch die Medien zerreißen ist, dass CDU Kanzlerkandidat Armin Laschet bei der Ansprache von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier bezüglich der Hochwasserkatastrophe gelacht hat.



Was die Menschen, die ihr Zuhause, ihr Hab und Gut und im schlimmsten Fall Angehörige oder Freunde verloren haben, brauchen, sind Hilfen und Unterstützungen ihrer Mitmenschen - und keine Werbemaßnahmen.

Vor allem unsere Politiker, die nur dafür da sein sollten, um für die Menschen wirklich da zu sein und alles zu unternehmen, um den Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen.


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