Grüner Realitätsschock

Das ist ein riesen Realitätsschock für die Grünen und Klimaschützer.


Kurz vor den Wahlen setzen sich Politiker täglich in Szene und möchten mit ihren Versprechungen punkten.

Mit das wichtigste Thema, dem sich alle Politiker widmen möchten, ist dem Klimawandel.

Dafür sollen die Menschen zukünftig mehr zahlen, die Regierung mehr Schulden aufnehmen und die Energieversorgung revolutioniert werden.

Die Grünen beispielsweise schreiben auf Twitter:

"Der Klimawandel & dessen Folgen sind noch schneller als bisher befürchtet. Es bleibt keine Zeit zu verlieren um klimapolitische und energiewirtschaftl. Konsequenzen zu ziehen: Umsteuern auf Erneurbare und nicht länger am unwirtschaftlichen Kohlestrom festhalten."



Die früher als schwarzes Gold geltende Kohle war der erste in größerem Stil eingesetzte fossile Energieträger. Doch das soll in Deutschland ein Ende nehmen. Laut bisheriger Gesetzeslage soll Deutschland spätestens 2038 ganz auf die Kohlekraft verzichten. Klimaschützer fordern einen früheren Ausstieg.


Als Alternativen werden und sollen erneuerbare Energien wie die Windkraft eingesetzt werden.

Doch funktionierte es bisher oder versuchen hier Politiker mit falschen Versprechungen zu glänzen?

Deutlich mehr als die Hälfte (56 Prozent) der gesamten in Deutschland erzeugten Strommenge von 258,9 Milliarden Kilowattstunden wurden nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes aus Quellen wie Kohle, Erdgas oder Kernenergie ins deutsche Netz eingespeist.

Im ersten Halbjahr 2021 war Kohle als Energieträger für die Stromproduktion auf Platz eins und die Windkraft wurde somit auf den zweiten Platz verwiesen.


Dies war ein Fünftel (20,9 Prozent) mehr als im Jahr 2020. Reduziert hat sich dagegen der Anteil erneuerbarer Energien wie Wind, Solarenergie und Biogas. Dieser Gesamtanteil sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,7 Prozent auf 44 Prozent.


Aber weshalb werden immer mehr Windparks errichtet und die Windenergie wird weniger?

Statistiker schieben die Schuld auf die Wind-Flaute im Frühjahr. Bedingt durch weniger Wind sank der Anteil des von Windrädern ins Netz eingespeisten Stroms von 29,1 Prozent auf 22,1 Prozent. Die Gesamteinspeisung 57,1 Milliarden Kilowattstunden Windstrom war somit der niedrigste Wert im ersten Halbjahr der letzten drei Jahre.


Dagegen trumpfen die Kohlekraftwerke auf. Kohlekraftwerke, die besonders bei den Grünen in der Kritik stehen, steuerten mit 70,2 Milliarden Kilowattstunden Strom über ein Drittel (35,5 Prozent) mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum bei.



Bis 2045 soll Deutschland Klimaneutralität erreichen - also nur noch so viele Treibhausgase ausstoßen wie wieder gebunden werden können.


Die Tagesschau schreibt:

"Die Stromerzeugung in vierzig Jahren wird überwiegend von Photovoltaik und Windenergie übernommen. Sommermonate sind lichtreicher und windärmer, im Winter ist es umgekehrt."

Aber was geschieht, wenn keines der beiden wie in diesem Jahr ausreichend Energie liefert? Klar, wir sind dann direkt auf die Kohleenergie ausgewichen. Aber das wird nach Schließung zukünftig keine Option mehr sein.

Sie schreiben aber auch:

"Um den Strom eines einzelnen Atomkraftwerkes durch Windräder zu ersetzen, wären knapp 4400 durchschnittlich große Windräder nötig. Ferner angenommen, diese Windräder würden zu einem einzigen großen Windpark zusammengestellt und die einzelnen Räder würden den nötigen Mindestabstand vom drei- bis fünffachen Rotordurchmesser einhalten, dann kämen bei durchschnittlich 70 Meter Rotordurchmesser eine Fläche von 322 Quadratkilometer zusammen. Der Windpark, der ein AKW ersetzen könnte, hätte etwa die Fläche des Bundeslandes Bremen. Alle 17 Kernkraftwerke zusammen durch einen Windpark zu ersetzen würde demnach theoretisch die doppelte Fläche des Saarlands in Anspruch nehmen."


Es bleibt folglich spannend, wie und womit die momentan wichtigsten Energiequellen in Deutschland ersetzt werden.

Oder bleibt doch die Theorie, dass es ersetzt wird und wir anschließend abhängig von Energie aus dem Ausland werden?

Es könnte beispielsweise aus Frankreich sein, die ihre Atomkraft für unverzichtbar und nachhaltig betrachten.

Aber eine andere Option könnten auch die Mini-Atomkraftwerke von Bill Gates darstellen, der damit die ganze Welt versorgen will. Dafür benötigt er jedoch die Restenergie von abgestellten Atomkraftwerken. Sehr praktisch, wenn Deutschland hierbei fleißig mithelfen würde.


Und ich möchte hierbei nicht auf Blackouts anspielen, weil uns die notwendige Energie nicht ausreicht, sondern was kommt definitiv auf uns zu?

Sehr viel höhere Kosten.

Das Handelsblatt warnt vor zukünftigen 70Cent mehr pro Liter Benzin.

Soll Deutschland seine Klimaziele einhalten, dürfte es teuer werden – und vor allem Haushalten mit niedrigen Einkommen wird tief in die Tasche gegriffen.

Das beispielsweise geschieht, weil eine CO2 Steuer bzw. ein CO2 Preis von bisher 25€ je Tonne eingeführt wurde. Jedoch wird dieser für die Erreichung der Klimaziele nicht ausreichen. Sollen die Klimaziele für 2030 eingehalten werden, wäre im Extremfall ein CO₂-Preis von 250 Euro je Tonne notwendig. Allerdings würde das auch bedeuten: Viele Menschen wären gezwungen, auf Mobilität zu verzichten – besonders Haushalte mit einem geringen Einkommen wären betroffen.

Aber wie unser derzeitiger Bundesminister für Finanzen bereits gesagt hat - ihn interessiert der Benzinpreis nicht, denn er befindet sich nicht in der Einkommensklasse, in der es relevant wäre.

Schade nur, dass es den meisten Menschen genau anders geht und sie von Politikern vertreten werden, die sie nicht verstehen können.



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