COP26 Event

Man kann die Doppelmoral nicht mehr übersehen. Aber was haben sie noch alles für uns vor?


Die COP26 ("Conference of the Parties"), die 26. UN Klimakonferenz, findet vom 31.10. bis 12.11.2021 in Glasgow (Schottland) statt.

Auf deren Website steht:

"Der COP26-Gipfel wird die Parteien zusammenbringen, um die Maßnahmen zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens und der UN-Klimarahmenkonvention zu beschleunigen."



Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs fand am 1. und 2. November statt. Das US-Staatsoberhaupt Joe Biden kritisierte dabei China und Russland, die nicht zum Gipfel erschienen sind. Denn die meisten CO2 Emissionen nach Ländern weltweit verursachen laut offiziellen Berechnungen von Statista an erster Stelle China, gefolgt von USA, Indien, Russland, Japan, Iran, Deutschland, Indonesien, Korea, Saudi Arabien und Kanada.


Dafür sind 400 Privatjets mit Politikern, Unternehmern wie Jeff Bezos und Wirtschaftsexperten beim 26. Welt-Klima Gipfel angereist. Merkel kam ebenfalls mit ihrem Regierungsflieger angereist. Insgesamt kamen Vertreter von fast 200 Staaten.

Laut der britischen Zeitung Daily Mail wurden für die Flüge mehr als 13.000 Tonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen. Anders ausgedrückt: So viel wie 290 voll besetzte A320-Flieger von Wien nach Ibiza.


Vom „Gleneagles Hotel“ werden die Teilnehmer mit 20 E-Autos von Tesla chauffiert. Da es an E-Ladesäulen mangelt, werden die Autos mit Dieselgeneratoren geladen.

Joe Biden verursachte mit seiner Flotte („Air Force One“, Begleitflieger, „Marine One“- Hubschrauber, Panzer-Limo „The Beast“ etc.) 1.000 Tonnen CO2.


Grenzt das an Doppelmoral, dass sie so viele Tonnen an CO2 ausstoßen, um bei einer Konferenz dabei zu sein, um zu besprechen, wie man weniger CO2 ausstößt?

Möglicherweise wäre der klügste Weg gewesen diese jährliche Sitzung sein zu lassen?



Die bisherigen Klimakonferenzen und deren Ergebnisse findest du hier.


Zu den bisherigen Erkenntnissen der Sitzung zählt die Tatsache, dass nicht nur CO2 - sondern auch Methan das große Übel auf der Welt ist. Es soll zum zweitschädlichsten Treibhausgas zählen.

Die Tagesschau schreibt hierzu:

"Mehr als 80 Staaten haben sich in Glasgow einer Initiative der USA und EU angeschlossen, um den Ausstoß des Treibhausgases Methan bis 2030 um 30 Prozent zu verringern. Die USA stellten zudem einen "aggressiven" nationalen Plan vor."


EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte hierzu:

"Den Ausstoß von Methan zu reduzieren, ist eines der effizientesten Dinge, die wir tun können."


Zu den Lösungen zählen, dass

- hunderttausende nicht mehr genutzte Öl- und Gasbohrlöcher versiegelt werden,

- die Vorschriften für Betreiber von Pipelines verschärft werden,

- bei Mülldeponien soll der Ausstoß stark begrenzt werden,

- die Landwirtschaft soll reformiert werden.


Sie sehen die größte Quelle für die Methan-Konzentration in der Landwirtschaft wie beispielsweise in der Rinderhaltung.


Zu den größten Fleischkonzernen der Welt zählen:

- JBS aus Brasilien (in 15 Ländern mit über 400 Niederlassungen vertreten und lasse täglich bis zu 75.000 Rinder, 115.000 Schweine, 14 Millionen Geflügeltiere und 16.000 Lämmer schlachten - 210.000 Tonnen Fleisch pro Monat)

- Tyson Foods aus den USA (22.000 Rinder, 70.000 Schweine und 7,8 Millionen Hühner)

- Cargill

- WH Group aus China

- In Europa zählen Danish Crown (Dänemark), Groupe Bigard (Frankreich), Tönnies (Deutschland), Coren (Spanien) und Westfleisch (Deutschland) zu den größten Produzenten von Rind- und Schweinefleisch


Der Pharma- und Chemiekonzern Merck tüftelt seit rund drei Jahren an Technologien, die zur Produktion von kultiviertem Fleisch und Fisch benötigt werden. Der Trend geht immer mehr zu Fleisch, aber auch Käse und Milch aus Bioreaktoren - das so genannte Laborfleisch.

Zahlreiche Unternehmen investieren bereits in hohen Summen in die Entwicklung von Laborfleisch und dementsprechende Beteiligungen.

Aus Greenpeace Sicht gäbe es aber eigentlich genug pflanzliche Alternativen. Grundsätzlich weiß man durch mangelnde Transparenz nicht wie viel Antibiotika und welche Chemie im Einsatz sind.



Wir sehen zunehmend die Doppelmoral der entscheidenden Persönlichkeiten, die dem Volk den ernst der Lage vermitteln wollen - aber es wohl nicht ernst genug ist, dass sie sich selbst daran halten wollen.

Gleichzeitig sehen wir auch die Richtung der Agenda - alles momentane ist falsch und schlecht - von der Energiebeschaffung bis hin zum Fortbewegungsverhalten bis hin zur Landwirtschaft und dem Essverhalten.

In Zukunft soll es überwiegend Elektrofahrzeuge geben, die besser gesteuert und überwacht werden können, in Laboren gezüchtetes Essen und definitiv mehr Abgaben für alle.


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