Absolut unglaublich! Schiffpreise explodieren

"Es ist absolut unglaublich" sagte Charles Mercier, Senior Container Market Analyst bei Alphaliner.

Seine Aussage geht wie folgt weiter:

„Wir haben noch nie erlebt, dass ein klassischer Panamax so viel kostet, obwohl es sich nur um eine kurzfristige Verpflichtung handelt."

Panamax ist ein Begriff aus der Schifffahrt und bezeichnet Schiffe, insbesondere Containerschiffe, die anhand ihrer Abmessung gerade noch durch die bis zur Erweiterung 2016 vorhandenen kleineren zwei Schleusen des Panamakanals passen.


Alphaliner berichtete, dass das Containerschiff Northern Vivacity für sechs Monate für 155.000 USD pro Tag vermietet wurde. Der aktuelle Wert dieses Containerschiffes wird auf 34,61 Millionen US-Dollar geschätzt, was bedeutet, dass dieses 16 Jahre alte Schiff in einem halben Jahr 80% seines Wiederverkaufswerts erwirtschaften wird.


Das Containerschiff Groton wurde für fünf bis sechs Monate für 135.000 USD pro Tag gechartert. Der Groton ist laut Einschätzung 30,52 Millionen US-Dollar wert. Die bevorstehende Charter wird somit 67-80% des Wertes des 19 Jahre alten Schiffes abdecken.


Ein Frachter mit 5000 Stellplätzen für Standardcontainer wurde jüngst für drei Monate zu einer Charterrate von 300.000 US-Dollar pro Tag vermietet.


Charterer solcher Schiffe "werden natürlich ein Vermögen an Miete zahlen", sagte Mercier. „Aber gleichzeitig verdienen sie viel Geld auf der Frachtseite – die Raten auf der Frachtseite sind unglaublich und steigen weiter – so dass sie, selbst wenn sie astronomische Charterraten zahlen, immer noch einen beachtlicher Gewinn."


Die Charterpreise für Containerschiffe sind extrem gestiegen, aber die Frachtraten ebenfalls.


Die Frachtraten für ein Containerschiff laut dem World Container Index standen:

Im Januar 2020 bei 1.700 - 1.800 US Dollar,

im Dezember 2020 bei 4.200 US Dollar,

im Juni 2021 bei 8.000 US Dollar und

im September 2021 bei über 10.000 US Dollar.


Der weltweite Güterverkehr arbeitet seit Monaten an seiner Belastungsgrenze – und nach Ansicht von Experten wird sich daran auch so schnell nicht viel ändern. Die Situation soll laut Schätzungen noch das gesamte Jahr 2021 bis weit in das Jahr 2022 angespannt bleiben.


Woran liegt das?

Es ist ein Gemisch von vielen Faktoren wie den vielen Maßnahmen und Lockdowns, die dadurch zerstörten Unternehmen und Lieferketten, Schließung von wichtigen Häfen, der Vorfall am Suezkanal, Containerstaus und dadurch als Folge eine Störung des globalen Schiffsverkehrs.


Mercier fügte jedoch noch hinzu:

„In letzter Zeit haben wir jedoch eine gewisse Zurückhaltung von Charterern gesehen. Aber es gibt widersprüchliche Signale und wir müssen aufpassen, weil wir nicht wissen, ob dies der Beginn eines Peaks oder nur ein Plateau ist. Der Markt war schon so voller Überraschungen. Der Hauptgrund, warum sich die Charterraten möglicherweise einpendeln könnten, ist, dass immer mehr Linienunternehmen bereit sein werden, Schiffe zu kaufen, anstatt sie zu chartern, wenn sie in einem solchen Tempo weiter steigen.“


Wir sehen, dass immer mehr Preise explodieren. Jeder merkt es, jedoch wollen es zahlreiche Menschen nicht recht wahr haben. Deshalb ist es wichtig hierbei dazuzusagen:

Wer vorbereitet ist, muss keine Panik haben.

Vorbereitet ist derjenige, der es erkennt und dementsprechend handelt.

Vorräte anlegen, sein Geld anlegen, ein starkes Mindset aufbauen, Kontakte aufbauen, weiterbilden und weitere wichtige Faktoren, die einem ein sicheres Gefühl geben.


Denn was geschieht, wenn derartige Preise explodieren?

Die Preise für die Produktion, Lieferung und alles drum herum von Waren und Gütern wird auf den Endpreis draufgeschlagen. Das bedeutet, dass der Konsument eine erhöhte Inflation als Resultat bekommt. Sogar die offizielle Inflationsrate steigt von Monat zu Monat immer weiter an. Nun kann sich jeder selber überlegen, ob es nur vorübergehend ist oder es durch neue Maßnahmen, zerstörte Lieferketten und das Weitergehen dieser Krise weiter angeheizt wird.


Der Beitrag "Absolut unglaublich - Schiffpreise explodieren" - Wirtschaft